




Im Flugzeug lernte unser Held eine nette Dame kennen, die mit ihrer Familie nach Manado unterwegs war und bot ihm an, ihn mit dem Auto bis in die Stadt zu nehmen. Dieses Angebot schlug er natuerlich nicht aus.
Aus dem Auto geworfen (warum mag ihn niemanden?) ging er erstmals ins Internet um zu sehen was es den hier so zu tun gebe.
Er hatte noch 2einhalb Tage Zeit.
Tauchen? Oh ja, das mag er! Also auf zur Insel Bunaken! Was? die Boote fahren erst am naechsten Tag (Samstag) wieder? Aha, und wann gehen sie denn zurueck? Ach so, morgens..... Das wuerde heissen, er koennte wieder mal auf einer Insel schlafen um am Morgen wieder zurueckzufahren. Da dies ein Vietnam-Flash-Back in ihm ausloeste, verzichtete er darauf.
Aber nach seinen Informationen hatte es auch einen Jungel in der Naehe und er liess es sich nicht nehmen am Samstag von einem zwielichtigen Indonesier ein Motorbike zu mieten und loszufahren. Wie ihr sicher schon alle ahnt; er fuhr erst mal 3 Stunden herum, bis er auf der richtigen Strecke war. Der Regen war ihm sehr wilkommen, so konnte er sich das duschen und KIeider waschen sparen. Es regnete ja nur ein bischen.
Das Rasseln der Kette schreckte ihn von seinen Tagtraeumen auf. Ein Blick auf die Situation zeigte ihm, dass die Spannschraube voellig lose war am Hinterrad. Haette er das richtig Werkzeug gehabt, haette er sofort Hand angelegt, aber da dem nicht so war, wurde er stattdessen von ein paar Einheimischen ueberfallen, die sofort die Schraubenschluessel zueckten und ueber ihn herfielen. Mit den Haenden hoch ueber dem Kopf stand er an der Wand und musste zuschauen, wie sie ruecksichtslos seinen fahrbaren Untersatz reparierten. So dachte er jedenfalls.
10 Minuten spaeter toente der Motor schlimmer den je; sie hatten den Roller glatt kaputt-geflickt. Das Rad laufte krumm, die Kette quitschte und lief heiss. Zum Glueck hatte er etwas Oel dabei um die Kette zu schmieren. In Anbetracht der Zeit (frueher Nachmittag) und der Tatsache, dass rasen jetzt nicht mehr in Frage kam, machte er sich auf den Rueckweg. Mit Tempo 30km/h. Nicht dass ihm der Motor noch um die Ohren flog (er hatte das in Filmen gesehen).
Die Umgebung bestand nur aus Palmoelplantagen. 3 Stunden ein Weg, nur Palmen. Den Jungel sah er nie. Abends weinte er ein bischen um diese Entaeuschung zu ertragen.
Manado liegt im obersten Nord-Osten von Sulawesi und besitzt eine Dichte von 1.36 "Hello Mister" pro 10 Laufmeter. Er hatte dies sehr genau gemessen. Den Sonntag verbrachte er noch damit moeglichst nichts zu tun und am Montag Morgen um 4.45 Uhr stand sein Motorbikefahrer bereit um ihn zum Flughafen zu bringen.
Alles in allem kann man sagen, dass diese Zeit in Sulawesi voellig chaotisch, ungeplant und hardcore war. Natuerlich hatte er nichts daraus gelernt und wird seine Bahnen weiter ziehen.
Aber dies ist eine andere Geschichte ....
Lukas (der Kaiser)
PS: nein ich bin nicht groessenwahnsinnig!
HAHAHA!! daniel
AntwortenLöschen...eine Dichte von 1.36 "Hello Mister" pro 10 Laufmeter... grins, das si doch mau soziogeographisch wichtigi wärte :-) Take care my friend!! big hug, sophoklesia
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