Freitag, 14. Mai 2010

On the Rails in Indien




Da Lukas gerade eine Reise-Odysee in Blog-Format presentiert hat, moechte ich nun meine etwas angenehmere indische "On the Rails" Variante vorstellen.

Am Bahnhof in "Alapuzzha" teilte man mir mit, dass ich KEIN Ticket reservieren koenne in den Norden! Alle Zuege seien bis mitte Juni ausgebucht! Soviel zur Ueberbevoelkerung der Erde!! Mein Guesthouse verkaufte mir aber freundlicher Weise ein "schwarzmarkt" Ticket! Das heisst jemand kaufte es vor einiger Zeit und verkauft es nun zu horrenden Preisen. Dafuer habe ich aber sicher ein Bett fuer die 16 stuendige Fahrt nach GOA! (Notiz an mich selbst: "Ab jetz hoersch uf dera Seich z'glauba!!!")

Es war ein trauriger Moment als ich im Zug dann vom Kondukteur erfahren durfte, dass mit diesem Ticket keine Reservation verbunden ist und ich mich damit nur auf einer Warteliste befinde... Ich sei Nr. 38 und es wird fuer mich weder Sitzplatz noch Bett geben fuer die Reise!


Soo, an dieser Stelle wird spaetestens jeder gemerkt haben, dass Zugfahren in Indien kompliziert ist und einiges an Verstaendnis fuer das System voraussetzt. (Dass mich die lieben Mitmenschen vom Guesthouse mit dem Ticket gelinkt haben, war soweit natuerlich auch klar wie ein schweizer Berg-Quell-See!)


Und jetzt gibts einmal mehr nichts anders als Augen zu und durch! Nur schlafen im stehen faellt mir halt immer noch sehr schwer, doch irgendwie vergehen einmal 9 Stunden und es ist 10:00 Uhr Abends...


Mit meinem Rucksack ziehe ich nun durch den Zug um eine ruhige Schlafecke zu finden, muss jedoch feststellen, dass sich anscheinend jede Menge Leute ebenfalls auf der "verhaengnisvollen und von Grund auf boesen" Warteliste befinden! Irgendwann finde ich jedoch einen Platz, neben einem Waschbecken ausserhalb der Abteile und Teile diese Stahlboden-Ecke mit 3 Indern (Touristen gibt es hier sowieso keine). Ich habe es Tatsaechlich geschafft in Foetusstellung und/oder mit den Fuessen gegen die Decke gerichtet zu schlafen (Irendwann ist man so muede, dass einem alles irgendwie bequem erscheint!).

Nach dieser Hoellenfahrt sass ich auch schon um halb 6 Uhr morgens auf dem Sozius eines Motorrades und wurde zum Busbahnhof gefahren (Eigendlich sehr schoen waehrend der Morgen-Daemmerung durch eine indische Kleinstadt zu rasen!). Nach weiteren 3 Bussen war ich endlich an meinem Ziel und fragte freundlich nach einer Dusche und ein wenig Zeit fuer mich! (...um vergangene Ereignisse zu verdraengen)!


Aus einem Spaethippi-Dorf in GOA


Daniel

2 Kommentare:

  1. hahaha asiatische transportmittel...
    a welt fuer sich!
    durehebe junge!!!
    luecku ;-)

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  2. hi dani, lieber du als ii...do bini froh um mis hüslernäscht:-) ( i mim alter..) witerhin vill spass u hoffentli no chli agnehmeri fahrte...!lb.gr. melinda

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