Donnerstag, 13. Mai 2010

Sulawesi pt.2 - eine Katastrophe auf zwei Beinen

Da war er also: Auf dem Boot zu den Togian Islands. Die Fahrt, so wurde ihm versprochen, sollte 3h dauern. Als das Boot am Mittwoch (nach Fahrplan 10Uhr morgens) um 11 abfuhr, stieg er in die hoechste Etage (die 2te) und genoss erst mal die morgendliche Sonne. Sein Plan war zu den Inseln zu fahren, ein paar Tage realxen und dann die Faehre nach Gorontalo nehmen, die Hafenstadt im Norden, um dann nach Manado zu gelangen, von wo er einen Flug nach Makassar am Montag gebucht hatte.

Soviel zu seinem Plan.

Auf dem Boot hoerte er soviele Abfahrtstage der Faehre, wie er Leute befragte und entschied sich dieses Problem auf spaeter zu verschieben, wenn er angekommen ist.

Die Fahrt zog sich hin und hin. Er lernte ein paar andere Passagiere kennen, unter anderem auch Bruce, welcher bereits seit 4 Jahren am reisen ist. Er durchloecherte ihn mit soviel Fragen, dass dieser schliesslich ueber Bord sprang um diesem Wahnsinnigen zu entkommen.

Das Boot hielt an mehreren der Inseln an, um Passagiere und Gueter auszutauschen.

Die Inseln waren etwas vom schoensten was er je gesehen hatte. Alle von dichtem Jungel ueberwuchert, ab und zu ein Dorf am Wasser auf den Inseln und das Wasser war von einer Klarheit und smaragdgruener Farbe. Als er anfing zu hungern und die Sonne schon tief stand, erstaunte es ihn nicht zu hoehren, dass die Fahrt noch 3h dauern sollte (nach 5h fahren).

Gegen Sonnenuntergang fand er sich zusammen mit ein paar Einheimischen und Bruce (war er nicht gefluechtet???) auf dem Dach und genoss die Aussicht auf die Waelder und den Sonnenuntergang. Er war einfach nur zufrieden bei diesem Anblick der Natur. Als die Indonesier dann anfingen einen Drink mit Akara (Palmschnaps) zu mixen und einer von ihnen eine Bierdose in den Krug schuettete, sah er schon was kommen wuerde; in einem blasphemischen Akt warf er die leere Dose ins Wasser. Der grosse Junge haette diesen Hochverraeter am liebsten gleich in hohem Bogen hinterher geschmissen. Aber seine 7 Kumpels waeren wahrscheinlich nicht erfreut gewesen. Und die Tatsache, dass er nichts sagte, beschaemte ihn auch ein bischen. Aber diese Szene jeden Tag unzaehlige Male mitanzuschauen ist nicht immer einfach...

So sagte er nichts und trank dafuer vom Mix, waehrend Bruce mit seiner Gitarre zu einem Lied anstimmte.

Um halb 8 endlich angekommen, fand er als erstes raus, dass entweder am naechsten Morgen eine Faehre nach Gorontalo ging, oder Montags. Am Montag war jedoch sein Flug. Also gab es keine Ausreden und er konnte nur eine Nacht auf den Inseln bleiben, welche der erste Ort in Indonesien waren, wo er sicher wieder zurueck wollte.

Das Boot lief um 6 am naechsten Morgen aus und auf der groessten Insel wollte er umsteigen auf die Faehre. Der freundliche Herr am Pier erklaerte ihm dann, dass es Heute keine Faehre gebe. Erst am Montag. Die Euphorie welche diese Neuigkeit in ihm ausloeste sprengte jeden Ramen und nachdem er das Pier fast auseinander genommen hatte, ging er wieder auf das Boot.

Zurueck nach Ampana.

In Ampana ein Nacht-Bus charteren, nach Luwuk fahren, im Bus uebernachten um das Hotel zu sparen und am Morgen auf den Flughafen um nach Manado zu fliegen! So sah der neue Plan aus. Sonst komme er ja nie dahin, dachte er sich.

AmFreitag Mittag landete das Flugzeug, nicht ahnend, was es fuer eine Fracht an Bord hatte....
Ihr fragt euch jetzt sicher was in Manado passiert ist.....
Tja; ich werde es euch bald erzaehlen!

Lukas (das Genie hinter dieser Story)

2 Kommentare:

  1. mach nid immer dera seich buab! jetz luagsch das zueg doet amol a! hehe daniel

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  2. ja, rächt hät daniel... doch erstuunts mi überhaupt nid! dera gschichte ghören zu dim abentüür, "bueb"! gspannt, wie dä roman witergoht! mam

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