Mittwoch, 26. Mai 2010

Borneo (malaysische Seite)

Wilkommen auf Borneo.

Dem Land der Orang-Utans, der Kopfjaeger, des Jungels, der Regenwaldzerstoerung und Palmoelplantagen.

Mir gefiel Borneo schon beim Anflug. Die Fluesse maeanderten durch dichtes Gruen ins Meer, der Himmel war Wolkenverhangen und Sonnenuntergangs-stimmung war zu allem Ueberfluss auch noch. In Kuching angekommen hielt ich sofort Ausschau nach Orang-Utans und war schwer enttaeuscht, dass sie mich nicht am Flughafen mit heller Begeisterung begruesten. Aber ich liess mir den Spass nicht verderben und suchte mir ein National Park in der Naehe aus den ich besuchen wollte (ohne Orang-Utans).

Jetz gehts los!

Ich kaufte mir ein Zelt, eine Matte, Cracker, Instand-Nudeln und Wasser fuer 2Tage (so dachte ich) und wollte im Bako National Park den laengsten Trek machen (13km). Ich kam Mittags an, schrieb mich ein, ass gemuetlich zu Mittag (mit Wildschweinen neben dem Restaurant) und zog um ca 12.30Uhr los.

Der Weg war super zu begehen und fuehrte rauf und runter, von trockenen Hoehen, zu tieferen feuchtem Wald. Ungefaehr in der Haelfte musste ich abzweigen um den wenig begangenen "Limai-Trek" zu starten, den ich mir ausgesucht hatte. Nur fuer Fortgeschrittene hiess es in der Broschuere. "Ja ja" dachte ich mal, "Ich schaffe den Weg lange unter der Zeit". Aber da dieser Trek nicht soviel genutzt wird, war er wesentlich schlechter unterhalten und das Terrain bei weitem schwieriger.

Bei einem Wegweiser der gen Strand zeigte (500m) und der andere Limai-Beach (4km), die Uhr 17.00 und es im Wald schon ziemlich dunkel wurde, entschloss ich mich die Nacht an diesem Strand zu verbringen und am naechsten Tag weiterzugehen. Nach muehsamem kraxeln durch Felsen und Dornbuesche kam ich an meinem Sumpf-Strand an. Kein Sandabschnitt, nur eine grosse Schlamm-Flaeche die sich bei Ebbe offenbarte, umrundet von Felsen. So suchte ich mir halt ein Platz auf einem Felsen. Ich hatte grosse Muehe die Heringe einzuschlagen und nachdem ich drei Felsen geschlissen hatte, liess ich das mit den Heringen bleiben.

Der Sonnenuntergang war herrlich, es kamen tausende kleiner Winkerkrabben raus und die Schlammspringer (Fische) amuesierten mich riesig, wie sie ueber das Wasser und den Schlamm huepften. Zwei Dinge beschaeftigten mich beim "zu Bett gehen"; die Flut (war mein Zelt sicher?) und Krokodile. Ich entschied, dass alles in Ordnung war und ich es in beiden Faellen zwangslaeufig merken wuerde.

In dieser Nacht schreckte mich ploetzlich ein Geraeusch hoch, welches ich nicht hoehren wollte; das Nahe plaetschern von kleinen Wellen. Aber solange sie nicht gegen das Zelt schlugen, wuerde ich weiterschlafen. Keine 15 Sekunden nach diesem Gedanke war es soweit und ich musste mein Rucksack und das Zelt in hoehere Gefilde in Sicherheit bringen und warten bis das Wasser zurueckging um mein Zelt wieder hinzustellen. Schon mal eine Stunde mitten in der Nacht auf einem Felsen gesessen und auf die Ebbe gewartet? Tja es war auch fuer mich Premiere.

Bei Sonnenaufgang um 10Uhr stand ich auf und stellte mich den restlichen 4km Weg. War ich froh, dass ich den Weg nicht im dunkeln gemacht hatte; er war sehr anspruchsvoll, manchmal kaum zu finden und sehr steil rauf und runter. Ich brauchte beinahe 5Stunden (ich schlief nochmals unterwegs) und es war extrem heiss. Mein groesstes Problem war die Ueberhitzung. Ich musste oft anhalten und einfach warten, da alle Nadeln im roten Bereich waren. Und; ich hatte zuwenig Wasser!!!! Unter normalen Umstaenden haetten mir 7l fuer 48 Stunden gerreicht, aber ich schwitzte Stroeme aus und es reichte nicht um dem entgegenzuhalten. Ich streckte es so gut ich konnte.
Am "Limai-Beach" war ich so erschoepft, dass ich meine geplante Erkundungstour vor Ort in den Sand warf. Ich war todmuede, hatte riesen Muskelkater und die Muecken halfen mir auch nicht unbedingt weiter. Im Zelt war es so heiss, dass vor Mitternacht kein Schlaf in Sicht war. Am naechsten Morgen ging ich trotzdem frueh raus um ein Boot zu erwischen, welches mich zurueck brachte. Ich hatte fast kein Wasser mehr und meine Beine haetten es auch nicht mehr zurueck geschafft.

So fand ich ein Fischerboot, welches auf dem Rueckweg war und mich freundlicherweise mitnahm.
So, ich habe einiges ausgelassen, da sonst ein Buch entstanden waere. Ich war die ganze Zeit mutterseelenallein (ich sah 40Stunden niemanden) und genoss die Natur in vollen Zuegen.

Lukas

3 Kommentare:

  1. HAHAHA!! des kann ich mia jetz aba bildlich voastellen! :) daniel

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  2. unglaublich...lukas..was du dem "hutsagg" alles aatuesch...! dangge für die wunderschöne bilder und ds buech chasch de spöter mol schriebe!vorerscht sin dinie bricht scho mol usführlich gnueg...! DANGGE!

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  3. Hey lucky! Man du bisch ächt vou muetig!! Geili schlange shots! ...scho fasch beängschtigend nöch... big hug sophie

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