




Es folgt ein kurzer Bericht ueber unseren Besuch der „Grossen Mauer“.
Wir wollten einen nicht restaurierten Teil mit wenig Touristen besuchen. Da wir auch noch planten das Video zu Daniels Song „mis ticket“ auf der Mauer zu drehen, wollten wir auch nicht an einem gefuehrten Gruppenausflug teilnehmen, welche auch meist nicht gerade kostenguenstig sind..
Desshalb haben wir uns entschlossen diesen Trip selbst zu planen. Nachdem ich mich am Tag vorher ueber die Busverbindungen schlau gemacht habe, schien dem nichts mehr im Wege zu stehen. Also standen wir am Morgen um 6:15 uhr auf und fuhren mit der Subway zum Busbahnhof. Wir fanden auch sogleich den richtigen Bus. Irgendwo sollten wir umsteigen. Dummerweise wussten wir nicht genau wo...
Bei einem Halt nach ca. 1h Fahrt kam dann ein Typ in den Bus und rief irgendwas in unsere Richtung. Nach mehrmaligen Wiederhohlungen merkten wir, dass er uns meinte und sagte dass wir in „Hairou“ waren und aussteigen sollten. Also auf Jungs und raus in die Sonne. Er war ein privater Taxi-Fahrer und fuhr Touristen raus zu der grossen Mauer. Nach einigem hin und her erklaerte er uns, dass der Mauerabschnitt den wir besuchen wollten wegen Restaurierungsarbeiten gesperrt war... Er wollte uns an einen anderen Ort fahren wo es wenig Touristen haben sollte. Fuer einen angemessenen Preis von 180 Yuen, hin und zurueck, sagten wir schliesslich zu.
Eine halbe Stunde spaeter, standen wir zuhinterst in einem kleinen Tal, wo unserer Fahrer uns den „Weg“ hinauf zeigte und uns wissen lies, dass er uns um 14.30 uhr wieder abholt ( Zu diesem Zeitpunkt war es 9.00 uhr morgens). Nach seiner Frage ob wir was zu trinken hatten, merkten wir das etwas in unserer Planung schief gegangen war. Dumm und naiv wie wir waren, sind wir ohne Fruehstueck, Proviant oder Wasser losgezogen. Zum Glueck war er auf solche Faelle vorbereitet und gab uns 5 Flaschen Wasser mit auf den Weg.
Der Aufstieg gestaltete sich schwieriger als gedacht. Der Weg wurde ziemlich bald von Steinen abgeloest, welche dann den Weg darstellten. Es war richtig heiss, ca. 35 Grad und der Schweiss rann uns in Fluessen runter. Die Luft war erfuellt vom zirpen der Zikaden, welche es zu Millionen zu haben schien. Im hinteren Teil ging es dann nur noch steil bergauf, sodass sich unser kleiner Aufstieg, in eine anspruchsvolle Kletterpartie im dichtesten Urwaldjungel verwandelte. Wir mussten mehrfach pausieren, da wir drohten zu ueberhitzen. Nach 2h, als es nicht mehr aufhoeren wollte bergauf zu gehen, hatten wir endlich die Mauer vor uns.
Oben angekommen machten wir schon mal mit dem „Mauer-Kiosk“ bekanntschaft. Ein aelteres Paerchen verkaufte im Schatten eines Busches auf der Mauer Getraenke aus einer Tasche, welche sie jeden Tag den gleichen Weg raufbuckelten. Ansonsten waren wir, bis auf einen einzigen chinesischen Wanderer, alleine. Keine Touristen. Es war wunderschoen. Die Mauer noch unberuehrt, verfallen zum Teil zugewachsen und ohne die laermenden Scharen von draengelnden Turis. Wir kletterten ein bischen umher und filmten wie die verrueckten mit meiner digicam fuer den Clip. Irgendwann mussten wir uns dann wieder auf den Rueckweg machen um unseren Fahrer nicht zu verpassen. Unsere Fuesse schmerzten beim Abstieg, da wir nur mit Turnschuhen ausgeruestet waren. Schlussendlich kamen wir trotzdem unten an und unser Fahrer (er hatte die ganze Zeit gewartet) fuhr uns zurueck nach „Hairou“, wo wir wieder per Bus nach Beijing fuhren.
Es war ein wirklich wunderschoener Ausflug an einem perfekten Tag.
Lukas
Hallo ihr Zwei!
AntwortenLöschenMega spannend eure Erlebnisse! Vielen Dank,dass ihr uns an eurer Reise teilhaben lässt!
Es liest sich wie ein Roman! Freue mich schon auf den nächsten Bericht.
Mam