Samstag, 17. Juli 2010

Folge dem Kaninchen


Die Reise ging weiter in den Osten zum Inle - See. Das Wasser ist glasklar, voll von Wasserpflanzen und der Spiegel sollte in den naechsten 2 Monaten noch 2 - 3m ansteigen.

Als Tourist darf man nur mit einer Tour auf den See, alleine mit einem Kanu ist verboten. So musste ich halt wider einmal mit einer kleinen Gruppe gehen und wir gingen alle "Sehenswuerdigkeiten" anschauen, wie Goldschmieden oder Webereien, wo man natuerlich zu ueberteureten Preisen noch Souvenirs kaufen konnte.

Auf dem See haben die Leute schwimmende Gaerten auf den Wasserpflanzen angelegt und bauen dort Tomaten und allerlei anderes Gemuese an, welches sie mit Booten ernten.

Als ich wieder richtung Yangoon fuhr, musste ich zweimal meinen Pass an Checkpoints abgeben (mitten in der Nacht) und die schrieben alle Daten heraus und wollten wissen von wo und wohin. Mir ist auch aufgefallen ,dass sie nur von bestimmten Leuten das Gepaeck durchsucht haben, welche ethnisch Shan sind. Alle Burmanen wurden nicht gecheckt.

Ich habe auch endlich rausgefunden, warum sie in den Bussen die Passagiere immer schockgefrieren; da die Strassen so schlecht sind und man mehr in der Luft als auf dem Sitz ist und sowiso nicht schlafen kann im Nachtbus wird soweit runtergekuehlt um uns moeglichst frisch zu halten. Ich habe ihnen dann meinen abgebrochenen Finger gezeigt und meinen Unmut kundgetan.

Einen kurzen Stopp in Bago legte ich ein um die Suempfe in der Naehe zu besuchen, welche aber leider um diese Jahreszeit kaum bevoelkert sind, da alle Voegel im Norden sind. Aber Luusa meine Fahrerin vom Guest House war dafuer sehr lustig, besonders mit ihrem Eifer. Kaum fragte ich was, hatte sie schon das Motorad gesattelt und meinte wir koennten los!

Danach gings in den Sued-Osten, den langen Zipfel der die Grenze zu Thailand stellt. Eine der heiligsten Staette des Landes, den Mt. Kyaiktiyo mit seinem "goldenen Felsen" (ein Fels voellig ueberzogen mit Blattgold) durfte man nicht in Schuhen betreten (wie keine buddhistische Staette) aber ganz offensichtlich mit Sturmgewehr und Granatenwerfer wie die 6 Regierungs - Soldaten demonstrierten. Sie sassen dann auch noch zu allem Ueberfluss im selben Pick-Up runter ins Dorf zurueck und ich musste mich stark beherschen nicht einen unueberlegte Rambo-Aktion durchzustarten.

Keiner hier mag die Regierung und vor allem nicht die Soldaten (welche ja die Regierung sind) und wenn man ein paar Geschichten lauscht und sieht was abgeht in Burma, wird man auch nicht unbedingt ein Freund der gruenen Maennern....

Lukas

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