Donnerstag, 22. April 2010

Lombok - Gili und Mt.Rinjani


Als Isidor und ich auf Lombok (die Nachbar-Insel von Bali) landeten, hatten wir immer noch keine Ahnung was wir eigentlich machen wollten. Nach kurzem hin und her, fuhren wir zu einem Hafen und nahmen ein Boot auf die winzigen Gili Islands, welche der Insel vorgelagert sind. Dort war erst mal chillen angesagt.

Bei unserem Schnorchel-Feldzug sahen wir 2 riesige Meeresschildkroeten, von welchen es hier ziemlich viele hat. Es war herrlich zwischen den vielen farbigen Fischen und Korallen im warmen Wasser umher zu schwimmen. Auf der Insel gab es keine Motor-Fahzeuge, sondern nur Pferde-Taxis (in ganz Indonesien hat es diese), was die Sache angenehm ruhig gestaltete.

Da Lombok eine Vulkan-Insel ist, liessen wir es uns nicht nehmen in 3 Tagen und 2 Naechten auf den Berg zu steigen (auch ein innerer Zwang als Schweizer). Wir waren spaet dran (die ersten sind um 7 morgens losmarschiert), assen noch gemuetlich unten zu Mittag und zogen dann mit einem Traeger gen Vulkan um unsere Gruppe einzuhohlen (wir brauchten die Haelfte der angegebenen Zeit).

An dieser Stelle muss ich etwas loswerden: die Traeger sind das heftigste was ich je gesehen habe. Die besteigen diesen Berg ausschliesslich in FlipFlops!!!!!! Ich waere froh gewesen mit Wanderschuhen, aber diese Jungs sind echt unglaublich. Unsereins haette sich ein Bein und den kleinen Finger bei einer solchen Aktion gebrochen. Aber die sind wie junge Bergziegen!

Zuerst gings durch Regenwald rauf, welcher sich mit zunehmender Hoehe sichtlich veraenderte. Auf 2000m Hoehe hatte es immer noch eine savannenaehnliche Landschaft. Es ging sehr steil rauf und wir schwitzten uns mehr als ein Kilo ab. Beim ersten Nacht-Camp (auf 2000m, wir sind mal 1500m in 4 Stunden gestiegen) sahen wir schon mal die erste Erruption des Vulkans (von insgesamt ca. 5), welche sich in einer dicken schwarzen Wolke demonstrierte.

Die Nacht war kalt und angenehm nass. Klingelt da was????

Beim ersten Hundebellen (es hatte keinen Hahn) zogen wir auf den Kraterrand und auf der Innenseite wieder hinunter. Das alles bei kaltem Nieselregen, welcher noch ein enger Bekannter werden sollte.
Am See unten erlebten wir eine Erruption aus naechster Naehe, was wirklich beeindruckend war. Haette die Erde noch gebebt, waere ich sogar etwas besorgt gewesen.
Die heissen Quellen waermten unsere mueden und nass-kalten Glieder wieder auf, waehrend einige Makaken das Gepaeck auf Essbares durchsuchten.


Und weiter gings! Immer dem verkrampften Beinen entgegengesetzten Willen entlang die steilsten Haenge rauf. Isidor und ich haengten natuerlich immer alle gnadenlos ab (bis auf einen Traeger, welcher uns beharrlich in FlipFlops folgte um uns zu demuetigen).
Die zweite Nacht verbrachten wir auf 2500m und am naechsten Morgen um 3 war Aufstehen angesagt um den Gipfel zu erstuermen. Die erneute Erruption, welche uns einen Ascheregen besorgte (ich wollte schon immer einen erleben) liess uns nicht aufhalten. Zum Glueck fing es auch wider zu regnen an und als noch ein starker Wind ueber den Kraterrand hinaufblies, fuehlte ich mich doch schon fast wie in der Schweiz. Kalt, nass und ich konnte die Finger kaum mehr bewegen. Hoechstens das Lavagestein liess erahnen, dass ich noch in Asien bin.


Als es zu heftig wurde, kehrte unsere Gruppe besthend aus noch 6 Leuten (von ehemals ca.25) um. Wir waren praktisch oben, aber die Aussicht war von ueberall die gleiche: Nebel!


So kam es, dass wir an einem Tag von 3000m auf ca 800m abstiegen. Mit unserem Tempo wurden wir die besten Freunde der Traeger, welche stolz mit uns auf Fotos possierten.
Unten wussten unsere Beine eindeutig wo sie waren und was sie die letzten Tage gemacht hatten.

Es mussten alle Gruppen an diesem Tag runter vom Berg, da er wegen erhoehter Aktivitaet fuer Trekking-Touren geschlossen wurde

Wir zogen noch am selben spaeten Nachmittag weiter auf die Nachbar-Insel Sumbawa und waschten uns dort mal richtig nach 3 Tagen wandern! Herrlich! Einen Tag spaeter fanden wir uns unverbluemt in der Situation 6 Stunden auf einen Bus zu warten, welcher uns mitnehmen sollte. Wir kannten nach dieser Zeit schon das halbe Staedtchen und fanden gute Freunde. Ich fing an ein Haus zu bauen und war schon dabei eine Familie zu gruenden, als der Bus doch noch kam.


Jetzt zieht es uns Richtung Flores und Komodo-Inseln.


Lukas

3 Kommentare:

  1. deftigi pics vougel! indonesia bliebt abenteuer pur! gruass am isidor!
    daniel

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  2. Hi ier zwei ! do hinn ier wider mol es abentür erläbt....unglaublich..! dangge für di wunderbare fotos und erläbnisbricht!!!
    lb. gr. vom steihof!

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  3. Uee... vou der hammer! Hey die vulkanbildli si ächt krass! Dank öich hani es ganzes repetoire Asiereise Ideä.... cheers guys! Men gniessets eifach..

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