Die letzten zwei Tage verbrachte ich im kleinen Ort "Salavan", welcher ca. 120 km oestlich von "Pakse" liegt. In dem charmanten Doerfchen habe ich keine anderen Touristen angetroffen und daher war es nicht erstaunlich, wie irritiert und intressiert die Bewohner durch meinem Besuch waren. Ich wurde wieder einmal angestarrt, wohin ich auch ging. Die Einheimischen waren jedoch unglaublich freundlich und gruessten schon von weitem.
Auch hier gibt es, wie in jedem Land in Asien in dem wir bisher waren, extrem viele Kinder. Ueberall, vor fast jedem Haus sind sie, spielen oder helfen bei der Hausarbeit. Anders als in Vietnam, wo die Kinder ganz aufgeregt anfangen zu winken wenn sie ein "Weissbrot" wie mich zu sehen bekommen, stehen die Kinder in “Salavan” ganz verwirrt da und machen riesige Augen! Wenn ich ihnen dann zu winke, gibt es meist genau zwei moegliche Reaktionen. Die erst ist, dass sie sich vor Freude kaum noch beherrschen koennen und die zweite ist, dass sie sofort anfangen zu weinen. Gluecklicherweise trifft die erste Variente zu 95% zu.
Oeffentliche Verkehrsmittel
Die Fahrt nach "Salavan" alleine, war die Reise schon Wert. Es gibt in Laos fuer fast jede Destination einen VIP-Bus, welcher hauptsaechlich von den Touristen genutzt wird. Kostenpunkt fuer einen Weg wie diesen, waere mit 8 Franken kaum der rede Wert gewesen. Ich entschied mich denoch fuer den Public-Transport, welcher auch von den Laoten bevorzugt wird.
Schon der Busbahnhof fuer diese Verbindungen liegt sehr unkomfortabel ausserhalb von "Pakse". Kaum dort angekommen wurde ich schon in einen grossen, fahrenden Bus dirigiert. Der Bus war sehr heruntergekommen und hatte keine Tueren. Die Frontscheibe hatte unzaehlige Risse von oben bis unten. Die groessten davon waren mit weissem Kitt "repariert" worden, was aber die Sicht erheblich einschraenkte.
Auf der Fahrt sah ich einen anderen Bus, welcher gar keine Frontscheibe mehr hatte. Daher glaube ich, habe ich wohl einen eher neuen Bus erwischt. Die Motorkuehlung fand, mit Hilfe einem auf dem Dach montiertem Wassertank, statt. Ein Gartenschlauch, fuehrte durch das Seitenfenster des Fahrers direkt in den Motor in der Front (Der Boden im forderen Bereich war daher stets nass). Das Cockpit war, abgesehen von ein paar Kabeln, nicht mehr vorhanden und durch das Loch im Boden vor mir, konnte ich direkt den Asphalt unter mir vorbeirauschen sehen.
Am intressantesten fand ich aber die Lenkung dieses Ungetuems. Das Lenkrad hatte ein "Spiel" von einer halben Umdrehung. Das heisst, um geradeaus zu fahren, musste der Fahrer, erst z.B. nach links korrigieren, dann das Lenkrad fast ganz drehen, um dann nach rechts ein wenig zu korrigieren. Dabei zieht der Bus sofort nach rechts und das ganze beginnt von vorne. Es war also nicht sehr einfach den Bus in einer Spur zu halten, ausserdem war dadurch die Max-Geschwindigkeit auf ca. 60 km/h beschraenkt. Aeusserst spannend waren somit natuerlich die Ueberholmanoever...
Die ca. ein Dutzend Bruecken, welche wir passiert haben, sind so gebaut, dass genau ein Bus sie ueberqueren kann und dann auf jeder Seite vielleicht 50 cm uebrig bleiben. Die Bruecken lagen meist an einen Tiefpunkt. Das heisst erst hinunter, dann Bruecke, dann wieder hinauf (Der Motor schaffte Huegel nur mit Schwung oder im Schritttempo im ersten Gang).
Sooo! Um also auf der andren Seite gut hinauf zu kommen, brauste der Bus jeweils mit hoher Geschwindigkeit (60 km/h) auf die Bruecke zu. Wer nun die Lenkschwirigkeiten, eben dieses Buses und die Breite der Brucke kennt, ahnt wie spannend eine solche Ueberquerung sein kann (Beunruhigend fand ich dabei einzig das aengstliche Gesicht des Fahrers).
Auf halber strecke, viel dann die halbe Antriebswelle (Das Teil, welches den Frontmotor mit dem Hinterradantrieb verbindet) ab und schenkte uns ein wenig Zeit in der gluehenden Sonne um uns die Beine zu vertretten. Der Fahrer war mit solchen Situationen anscheinend bestens vertraut und konnte das Teil inherhalb einer Stunde wieder montieren. Von aussen konnte ich auch erahnen wie viele Unfaelle dieser Bus wohl hinter sich hatte. Es schien als bestaende das gesamte Heck aus Kitt und Plastikresten. Auch die Front war komplett "Zusammengekleistert".
Fazit: Die Busfahrt mit dem Puplic-Transport kostete kaum 3 Franken und war dennoch unbezahlbar.
Viele Gruesse aus Laos
Daniel
Jensits!!!!!!!!!!!! Hm, elände pöbel, chöit der nech eigentlich nie mit öichne vip wurzle versöhne? :-) Nei vou starch, das isch ja richtig im Sinn vo üsere zu gründende Parte gäge d Unfauverhüetig u medizinische Vortschritt :-) Hehe, auso giele, enjoy, bi mitem härz bi öich. lg sophie
AntwortenLöschenIsch d Lenny iz eigentlech cho?