Unter andrem besuchte ich die "Chu Chi Tunnel", welche zwei Stunden noerdlich von Saigon, vom Vietkong angelegt wurden. Der grosse Unterschied zu den letzten Tunnels, welche wir in "Hue" besichtigten ist, dass wir uns diesmal im ehemaligen Sued-Teil des Landes befinden. Hier war die U.S. Army stationiert und kaempfte gegen die suedvietnamesischen Rebellen (Vietkong). Da der Vietkong sich im Jungel versteckte und nur in der Nacht aktiv war, wurde von den Amerikanern "Agend Orange", ein Entlaubungsgift, eingesetzt und einen Grossteil der Waldflaeche zerstoert. So bekammen die Tunnels noch eine staerkere Bedeutung fuer den Verlauf des Krieges.
Der magere Wald, in dem die Tunnels heute zu besichtigen sind, waechst erst seit ca. 20 Jahren wieder. Vor dem Krieg gab es dort Baueme, welche es wohl in Alter und Groesse, mit denjenigen im "National Park" aufnehmen konnten.
Ich habe mich oft gefragt, warum die USA, solche Tunnelsysteme nie wirklich knacken konnte. Nach diesem Besuch, stelle ich mir solche Fragen bestimmt nicht mehr. Die orginalen Eingaenge in die Tunnels, waren gerade knapp fuer einen asiatischen Koerperbau ausgelegt und so im Boden versteckt, dass man ihn in einem dichten Jungel, oder entlaupten, bombardierten Schlachtfeld, niemals finden kann. Ausserdem kab es ueberall toedliche Fallen, welche kaum als solche zu erkennen waren. Auch in den Tunnels, welche gerade mal im Kriechen erforscht werden koennen, gab es ueberall Fallen. Gerade dieses Gebiet war sehr stark umkaempft, weil es einen direkten Zugang fuer den Vietkong, zu Saigon eroeffnete.
All die Hintergrundinformationen zum Leben in den Tunnels, die riesigen Bombenkrater und schluessendlich in den Tunnels selbst durchs Dunkle zu tappen, hat mich schwer beeindruckt.
Liebe Gruesse aus Saigon
Daniel
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